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Vom Transporter zum Camper – die ersten drei Schritte

Vom Transporter zum Camper – die ersten drei Schritte

Der Umbau vom T4 Transporter zum Camper begann mit der Einpassung der Bodenplatte, dem Aufsetzen des Hochdaches und anschliessend folgten die Überlegungen zur Raumaufteilung. Diese drei Steps beschreiben wir im folgenden. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit dem Innenausbau des VW Bus.

1. Die Bodenplatte

2005 haben wir den VW T4 als reinen Transporter erworben. Die erste Aktion: der Boden der Karosserie wurde von jeglichem Dreck & Rost gereinigt und mit Unterbodenschutz versiegelt. Den Bus haben wir vollständig isoliert, um auch im Winter komfortabel damit reisen zu können. Unter die 12 mm Multiplex Bodenplatte wurde deshalb zur Isolierung eine 30 mm Polyäthylen Schaumstoffplatte verbaut.

Bodenplatte

Warum haben wir uns entschieden, unseren VW Bus mit Polyäthylen Schaumstoffplatten, auch bekannt als X-Treme Isolator, zu isolieren?

Polyäthylen Schaumstoffplatten sind unserer Meinung nach sehr gut zu verarbeiten. Sie sind einfach zu zuschneiden, flexibel und somit auch der gewölbten Karosserie und in den Kanten und Ecken gut anpassbar. Das Material bietet eine hohe Isolation auch bei geringen Materialstärken und nimmt keine Feuchtigkeit auf.

Wir nutzten die Möglichkeit, das Material direkt bei einem Hersteller zu erwerben. Bis auf den Boden (30 mm) haben wir den VW Bus komplett mit 20 mm Platten isoliert.

2. Das Hochdach

Die Entscheidung für ein Hochdach ist recht schnell gefallen. Unsere Beweggründe:

  • Bessere Isolierung im Winter
  • Mehr Staufläche, Schränke bis unter das Dach
  • Jederzeit Stehhöhe

Die Nachteile im Vergleich zum Hubdach: Einfahrt in Tiefgarage nur einmal möglich 😉 und du wirst überall sofort als Camper „erkannt“. Allerdings haben wir in der gesamten Zeit nicht einmal bereut, uns für ein Hochdach entschieden zu haben. Für uns überwiegen die Vorteile ganz klar.

Auf dem VW Bus haben wir ein SCA Hochdach für den T4 mit langem Radstand verbaut. Wir verwendeten die GFK Kunststoffschale ohne Isolierung, da wir das Fahrzeug ohnehin isolieren wollten.

Einbautipps:

  • Das alte Dach wird mit der Stichsäge (um Funkenflug zu vermeiden) rausgeschnitten.
  • Die Schnittkante wird sofort mit Grundierung und Farbe versiegelt.
  • Die Stabilität des Fahrzeuges darf nicht mehr als unbedingt notwendig beeinflusst werden.
  • Zusätzlich werden Stahlverstrebungen eingebaut.

Nachdem das Hochdach angepasst wurde, wird es angehoben und reichlich Sikaflex aufgebracht. Anschliessend setzt du es auf und verklebst es nochmals reichlich von innen mit Sikaflex. Damit solltest du definitiv nicht sparen.

Anpassung des Hochdaches

Hochdach wird gesetzt

Hochdach montiert

Auf youtube findest du eine gute Videoanleitung zum Einbau eines Hochdaches in einen VW T5. Tipps zum Hochdach-Aufbau sind auch sehr anschaulich im Ausbauratgeber von Reimo dargestellt. Ausserdem solltest du die Montageanleitung beachten, die dir von deinem Hochdachlieferanten bereitgestellt wird.

3. Die Raumaufteilung

Die Anforderungen, die wir an den Camper hatten, waren die Grundlage für die Raumaufteilung. Wir wollten folgendes im Innenraum unterbringen:

  • Eine gemütliche Sitzecke
  • Ein Hochbett
  • Herd, Kühlschrank, Spüle
  • Duschraum
  • Stauraum
  • Von aussen zu beladende Küchenschränke
  • Wassertank
  • Gaskasten für 2 x 11 kg Gasflaschen
  • Heizung

Klingt ganz schon heftig viel für so einen kleinen VW Bus! Wie wir den Innenausbau realisiert haben erfährst du im folgenden Beitrag. Ein VW Bus ist nämlich ein kleines Raumwunder!

Möchtest du auch ein Fahrzeug zum Camper umbauen und benötigst Tipps? Dann kontaktiere uns bzw. hinterlasse einen Kommentar. Ausserdem freuen wir uns über jeden Input und deine Meinung zu diesem Artikel.

4 Kommentare
  1. Joel Hein
    Joel Hein sagte:
    7. August 2020 um 23:09

    Hallo ihr Lieben

    Ich habe gesehen dass Ihr aus eurem Vw t4 einen wirklich toll aussehenden Camper gezaubert habt .
    Da ich auch im Besitz eines vw t4 Transporter Jg98 bin möchte ich diesen auch ausbauen. Daher bin Ich auf der Suche nach Tipps und Tricks.
    Könnt ihr mir da ein bisschen Support geben.?
    Wie sieht den euer VW Camper ausgebaut aus.?

    Ich danke euch im voraus

    Mit freundlichen Grüssen

    Hein Joel

    Viel Spass weiterhin auf eurer Reise

    Antworten
    • Nora
      Nora sagte:
      9. August 2020 um 16:10

      Lieber Hein Joel

      Bilder vom fertig ausgebauten Bus findest du unter https://www.refittotravel.de/unser-vw-bus/. Ausgebaut haben wir ihn 2005 & bis 2017 haben wir super schöne Ferien und Kurztrips darin verbracht. Gern geben wir dir soweit uns möglich Support, sende uns einfach deine konkreten Anliegen & Fragen per Email (nora@refittotravel.de) bzw. über das Kontaktformular.

      Wir wünschen dir viel Erfolg & Freude beim Ausbau deines VW T4.
      Herzliche Grüsse,
      Hacko & Nora

      Antworten
  2. Lisa Schmidt
    Lisa Schmidt sagte:
    12. August 2021 um 8:50

    Wir wollen unseren Transporter auch zum Wohnmobil umbauen lassen und damit durch Deutschland fahren. Danke für diesen hilfreichen Artikel über den Prozess, vom Transporter zum Camper. Wir waren auch am überlegen, wegen einem Hochdach, aber deine Argumente, von der besseren Staufläche und Stehhöhe haben uns sehr überzeugt.

    Antworten
    • Nora
      Nora sagte:
      24. September 2021 um 10:38

      Wir wünschen euch viel Erfolg beim Umbau und viele wunderschöne Erlebnisse mit eurem Camper. Herzliche Grüsse, Hacko & Nora

      Antworten

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Der Caledonian Canal - nun liegt er bereits hinter Der Caledonian Canal - nun liegt er bereits hinter uns und wir sind in der Nordsee 👀. Hier ein kleiner Einblick in unsere Reise durch das Great Glen 😍⛅️🌧️. Teile der Strecke haben wir gemeinsam mit @alexanja_kobras verbracht - herzlichen Dank für die wunderschöne gemeinsame Zeit 🤗. 
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#caledoniancanal #sailinganixi #greatglen #sailingscotland #sailingcommunity
2020 in der Karibik haben wir Angie und Alex von d 2020 in der Karibik haben wir Angie und Alex von der Twoflower das letzte Mal gesehen, mehr als sechs Jahre später liegen wir nun tatsächlich wieder gemeinsam vor Anker 🥰. Und es kam uns allen so vor, als wär es erst gestern gewesen, dass wir uns gesehen haben. Danke für die wunderschöne gemeinsame Zeit!
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#sailingcommunity #Hebrides #innerhebrides #sailingscotland
👀 @sailinganixi (Bio) oder direkt auf unserem YouT 👀 @sailinganixi (Bio) oder direkt auf unserem YouTube Kanal.
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#reisedoku #segeldoku #segelvlog #reisevlog #reisedokumentation
Schottland - ein grönender Abschluss unserer Reise Schottland - ein grönender Abschluss unserer Reise, … die letzte Etappe steht nun tatsächlich kurz bevor.
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#sailingscotland #innerhebrides #sailinganixi #sailinghebrides
Von einer spontanen Regatta bis zur echten Highlan Von einer spontanen Regatta bis zur echten Highland-Tradition. 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿🌧️⛵️

Unser Plan ging auf: pünktlich zu den Isle of Skye Highland Games kamen wir in Portree an. Dieses Event wollten wir unbedingt einmal miterleben. Aber das wir nicht nur Zuschauer sondern auch Teilnehmer sind, das war nicht geplant.

Schon am ersten Tag trafen wir durch Zufall auf Hugh MacDonald, und dieser lud uns spontan zu seiner kleinen Segelregatta ein. Also standen wir am nächsten Tag bei strömenden Regen am Steg: drei Boote vor Ort, wir als Nummer vier. Also gut, … Regensachen an und raus aufs Wasser! Und das war die beste Entscheidung überhaupt. Statt nur zuzuschauen, waren wir mitten dabei, hatten riesigen Spaß und haben fantastische Menschen kennengelernt.

Tags darauf fanden die Highland Games statt: Traditionsreich wurden die Spiele von der Isle of Skye Pipe Band eröffnet. Long Jump, diverse Races (auch die kleinsten machten mit), 56lb over bar, Throwing the Hammer, Highland Dancing, …. und zum Abschluss das spektakuläre Baumstammwerfen (Tossing the Caber).

Trotz Dauerregen herrschte die gesamte Zeit über eine fantastische Wettkampfstimmung. Besser hätten wir diese verregneten Tage definitiv nicht verbringen können!
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#IsleOfSkye #HighlandGames #SkyePipeBand #CaberToss #ScottishHighlands
Unsere Route durch Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿⛵️🌦️ Zunächs Unsere Route durch Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿⛵️🌦️

Zunächst ein Blick zurück, auf unsere ersten Tage in den inneren Hebriden: Wir trotzten dem typisch schottischen Wechselwetter und erkundeten die Inseln Canna und Rum. Wir segelten durch den Sound of Sleat & die Meerenge Kyle Rhea, unter der Skye Bridge hindurch zur Isle of Skye. Und entlang der gewaltigen Kulisse der Red und Black Cuillins ging es weiter nach Portree.

Nachdem wir von den äußeren Hebriden Kurs Richtung Festland nahmen war noch überhaupt nicht klar, wohin uns unsere weitere Reise führt. Also klar, wir hatten ein Ziel: die Isle of Mull, aber Wind und Welle meinten, wir sollten erstmal nach Norden abdrehen. Also entschieden wir zunächst zwei der Small Isles zu besuchen, landeten auf Canna & anschließend auf Rum. Von hieraus führt uns nun unser Weg weiter nach Nord. Wir werden einige Zeit durch die Highlands bummeln bevor wir wohl wieder nach Süd, Richtung Fort William und Kaledonischer Kanal segeln. Zu den Orkney und Shetland Inseln werden wir somit wohl nicht mehr segeln. Aber unser Motto ist ja schon seit langem: weniger ist oftmals mehr. Und in Schottland gibt es schließlich noch so viele Inseln zu erkunden.

Was sagt ihr zu unseren Plänen? Welche Route hättet ihr eingeschlagen?
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#routenplanung #sailingscotland #innerhebrides #sailinganixi #sailinghebrides
Unvergessliche Tage auf St. Kilda 🌅✨ Manchmal hör Unvergessliche Tage auf St. Kilda 🌅✨

Manchmal hören wir von einem Ort und wissen im selben Moment: Da MÜSSEN wir hin. Genau so ging es uns mit St. Kilda – und was sollen wir sagen? Es hat all unsere Vorstellungen übertroffen! 🥹

Zwei unvergessliche Tage lagen wir hier vor Anker, umgeben von spektakulärer Natur und einer einzigartigen Geschichte.

🪨 Die Giganten des Atlantiks: Schon die Fahrt vorbei an den riesigen Felsnadeln (Stacs) ließen uns staunen. Hier brütet die größte Basstölpel-Kolonie der Welt! Tausende Vögel kreisen in der Luft – ein unglaubliches Naturschauspiel.

🏠 Geschichte hautnah: Bei unserer Wanderung durch das verlassene Dorf auf Hirta läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken. Die letzten Bewohner verließen die Insel 1930 auf eigenen Wunsch, weil das raue Leben in der Isolation nicht mehr tragbar war. Heute ist St. Kilda eines von weltweit ganz wenigen doppelten UNESCO-Welterben (für Natur UND Kultur)!

🛖 Die mysteriösen Cleits: Überall auf der Insel – selbst auf den steilsten Hügeln und an den höchsten Klippen – stehen hunderte kleiner Trockenstein-Hütten, die sogenannten Cleits. Früher dienten sie als genial konstruierte Vorratsspeicher für Torf und Seevögel. Zu sehen, wie sie sich seit Jahrhunderten in die Landschaft fügen, ist faszinierend!

🐑 Urtümliche Inselbewohner: Überall streifen die berühmten Soay-Schafe frei herum. Diese Rasse lebt hier seit Jahrtausenden völlig unverändert.

🪶 Vogelparadies auf den Klippen: Auf unseren Wanderungen entlang der steilen Kanten konnten wir unzählige Eissturmvögel bei der Aufzucht ihrer Jungen beobachten. Wenn man an der Kante steht und hinabblickt, versteht man erst, wie magisch dieser Ort wirklich ist.

🦅 Abschied von St. Kilda: Beim Auslaufen sind wir direkt an der unbewohnten Nachbarinsel Dun vorbeigesegelt. Auf diesem kleinen Eiland beheimatet St. Kilda die größte Papageientaucher-Kolonie ganz Großbritanniens mit geschätzten 100.000 Brutpaaren! Schier unendlich viele Vögel stiegen über uns in den Himmel.

Zum Abschied schenkte uns St. Kilda noch ein magisches Abendlicht. Die Klippen leuchteten, während wir den Bug Richtung Südost richteten. 🌅✨
Mingulay: Am südlichen Ende der Äußeren Hebriden. Mingulay: Am südlichen Ende der Äußeren Hebriden. 📌⚓️

Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter! Wir haben die windstillen, sonnigen, schwellfreien Tage genutzt, um Mingulay zu besuchen. Eine kleine Insel, die heute vor allem aufgrund ihrer hohen Population an Seevögeln bekannt ist. Und bereits auf dem Wasser wurde die Dimension klar: Das Meer war stellenweise bedeckt von unzählig vielen Tordalken, Trottellummen und Papageitauchern.

Nach der Anlandung haben wir die Insel zu Fuß erkundet. Auf der Westseite ragen die Klippen fast senkrecht über 200 Meter aus dem Atlantik. Die Felswände waren komplett weiß besetzt von einer riesigen Kolonie von Dreizehenmöwen – der Lärm und die schiere Masse der Vögel waren wahnsinnig beeindruckend.

Unser eigentlicher Grund für den Stopp und das absolute Highlight war jedoch die Papageitaucher-Kolonie im Grasland der Insel. Mehrere Stunden saßen wir mitten zwischen den Höhlen. Die Vögel flogen im Minutentakt vom Jagen direkt von der See zurück in ihre Kolonie. Und da gerade Aufzuchtzeit war, hatten die Altvögel die Schnäbel voll mit kleinen Sandaalen, um die Jungen in den Erdhöhlen zu füttern.

Mitten zwischen ihnen zu sitzen, das geschäftige Treiben zu beobachten, während das Abendlicht alles golden gefärbt hat – das war pure Magie.

#SailingAnixi #Hebrides #OuterHebrides #sailingscotland #puffins
Sandray und Pabbay - zwei unbewohnte Inseln südlic Sandray und Pabbay - zwei unbewohnte Inseln südlich von Barra ⛵️✨

Vor den strahlend weißen Sandstränden fiel der Anker auf perfektem Grund, und dann hieß es: ab ins Dinghi und Neues entdecken! Wir sind über gigantische Sanddünen gewandert, haben uns den Weg durch blühende Wiesen gebahnt und standen schließlich auf den einsamen Gipfeln mit einem endlosen Blick über den Atlantik. Sogar die 40 nm entfernte Isle of Skye, Rum, Canna & weitere der inneren Hebriden waren am Horizont sichtbar.

Unterwegs haben wir die wohl coolsten Inselbewohner überhaupt getroffen: Schafe mit waschechten Rastalocken! 🐑😎 Da diese urigen Rassen hier völlig frei den Sommer verbringen, verlieren sie ihre Wolle ganz natürlich, wodurch im Wind und Salz diese genialen Dreadlocks entstehen. Ein absolut herrlicher Anblick!

Neben der wilden Natur hat uns vor allem die Geschichte tief berührt. Auf Pabbay läuft man durch die Ruinen des alten Dorfes, das 1911 endgültig verlassen wurde. Mittendrin: Der mystische „Pabbay Stone“ – ein piktischer Symbolstein aus dem 6./7. Jahrhundert, auf dem man immer noch die eingemeißelte Blume, die Mondsichel und das spätere christliche Kreuz erkennen kann.

Jetzt sitzen wir wieder an Bord, lassen den Blick über die Landschaft schweifen und genießen diesen magischen Ankerplatz. Nächster Stopp: Mingulay!

#SailingAnixi #Hebrides #OuterHebrides #sailingscotland #rastasheep
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