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Sicherheitsequipment an Bord – und nun?

Sicherheitsequipment an Bord – und nun?

Sicherheitsequipment an Bord unserer Segelyacht

Auf der Boot 2018 in Düsseldorf haben wir uns eingedeckt – mit unserem Sicherheitsequipment. Nach ausführlichen Recherchen und der Beratung am SOS Technic Stand haben wir uns für folgende Ausrüstung entschieden:

  • Automatikwesten California Professional 275 ISO kpl. mit Sprayhood, Bergegurt, Lifeline und Notlicht
  • Automatikwesten 150 N (besitzen wir bereits seit einigen Jahren)
  • Ocean Signal MOB 1 AIS Notsender, mit DSC
  • Epirb Ocean Signal 1
  • Rettungsinsel Ocean Iso 9650-1 für 4 Personen in Container mit Ausrüstung < 24h
  • Lagergestell aus Edelstahl & hydrostatischem Auslöser
  • Jonbuoy
  • Wurfleine mit Rettungsschlaufe
  • Hufeisenrettungsring-Set, komplett mit Halterung und Notlicht AQ 180

Seenotsignalmittel

  • 6 Fallschirmsignalraketen
  • 4 Handfackeln rot
  • 4 Rauchfackeln
  • 1 Rauchtopf
  • 2 Wasserfärber

Brandbekämpfung

  • Jockel Kohlendioxidlöscher KS2J, Brandklasse B, 2 kg
  • Jockel Schaumlöscher S2FJM für Brandklasse A+B
  • Löschdecke 100 x 100 cm

Sicherheitsequipment an Bord: und nun?

Wir hoffen, viele dieser Ausrüstungsgegenstände niemals zu benötigen. Aber wenn es dann doch passieren sollte … Mann über Bord, Feuer auf dem Schiff, ein beschädigtes, sinkendes Schiff? Wie gesagt, wir setzen alles daran, dass keiner dieser Fälle jemals eintritt. Aber wenn es doch mal dazu kommen sollte wäre es dann nicht auch gut zu wissen, wie wir die Rettungsinsel aktivieren & wie wir dort am besten rein kommen?

Theoretisch wissen wir dies – auf Insel, Feuerlöscher, Handfackel und allen anderen Gegenständen ist dies auch wunderbar anhand von Skizzen erläutert. Aber ganz ehrlich, und ich glaube es geht nicht nur uns so: weisst du im Worst Case wirklich, wie die Anwendung der einzelnen Gegenstände funktioniert? Hast du im Worst Case Zeit, dir die Anleitung durchzulesen? Weisst du in der Hektik, ob du besser den Schaum- oder den CO2 Löscher anwendest oder wie du die Insel aktivierst?

Wir kennen es vom Tauchen – haben früher immer regelmässig im Hallenbad verschiedene Szenarien trainiert: Maske verloren, Maskenband gerissen, Ausrüstung ablegen (wenn im Netz o.a. verfangen), Automat vereist, Flasche leer, … – wenn diese Worst Case Szenarien dann wirklich mal eintreffen sollten, sind wir sicherlich ruhiger und routinierter, als wenn wir diese nie geübt hätten. Und genau so wollten wir es mit der Sicherheitsausrüstung auf der Anixi halten und haben uns aus diesem Grund für einen Tag „Offshore Intensiv Training“ in Bremerhaven entschieden.

Offshore-Intensivtraining in Bremerhaven

Das Training verlief über einen kompletten Tag und bestand aus folgenden Modulen, die jeweils mit einer kurzen theoretischen Einführung starteten.

Modul 1: Im Offshore-Trainingsbecken

Bevor wir uns ins Offshore-Trainingsbecken wagen, checken wir gemeinsam, ob unsere Automatikwesten voll einsatzbereit sind. Dies ist ein wesentlicher Part zum Beispiel beim Briefing einer neuen Crew. Jeder sollte nicht nur wissen, wie die Weste richtig anzulegen ist. Jeder sollte auch wissen, woran er erkennt, ob seine Weste im Notfall auch tatsächlich auslösen würde. Oder was zu tun ist, wenn sie eben mal nicht automatisch auslöst.

Je nach Rettungswesten Typ gibt es natürlich leichte Unterschiede. Aber im Prinzip sind es die folgenden Dinge, die zu überprüfen sind:

  1. Ist die CO2 Patrone, mittels derer die Weste gefüllt werden würde, noch neu und verschlossen?
  2. Ist die CO2 Patrone handfest eingeschraubt? (grüner Indikator, je nach Weste)
  3. Ist die Salztablette noch in Ordnung? (grüner Indikator, je nach Weste)
  4. Wie kann ich die Weste manuell auslösen?
  5. Ist der manuelle Auslöser griffbereit?
  6. Wie kann ich die Weste aufblasen bzw. auch wieder entleeren?

Unsere neuen Rettungswesten California Professional 275 ISO sind mit ULM Pro-Sensoren ausgestattet: Funktionsprinzip und einzelne Komponenten.

Nachdem wir uns mit plüschigen Teddybär- und Trockenanzügen („trocken“ blieb von uns 6 Teilnehmern allerdings nur Hacko) eingekleidet & die Rettungswesten angelegt hatten ging es auch schon los.

Offshore-Intensivtraining

Aktivierung der Rettungsinsel

Anja und ich durften die Rettungsinsel aktivieren und direkt „vom Schiff aus“ einsteigen. Der erste bzw. die ersten beiden Personen (zumindest bei der 6 Personen Insel), die in die Rettungsinsel einsteigen, können sich bäuchlings auf den Luftschlauch des Daches fallen lassen. Funktioniert wirklich sehr gut 🙂 Mit mehr Wellengang übten wir den Einstieg aus dem Wasser, erlebten die Situation zu fünft in der 6 Personen Insel bei Dunkelheit, Sturm & Regen, und wurden von der Insel (per Helikopter) abgeborgen.

Einstieg in die Rettungsinsel

Nach Aktivierung haben wir die Rettungsinsel genauestens inspiziert. Was befindet sich eigentlich in deiner Rettungsinsel?  Und was solltest du zusätzlich im Notfall mitnehmen? Ist sich jeder an Bord seiner Rolle in solchen Fällen bewusst?

In unserer Rettungsinsel befindet sich

  • Messer
  • Pütz
  • Schwämme
  • 2 Paddel
  • 1 Signalpfeife
  • Taschenlampe
  • Signalspiegel
  • Mittel gegen Seekrankheit
  • Seekrankheitsbeutel
  • 3 Handfackeln, rot
  • 2 Fallschirmraketen
  • Reparaturkit
  • Blasebalg
  • Wurfleine 30 m
  • Treibanker

Zusätzlich werden wir ein Grab Bag mit folgenden Utensilien vorbereiten:

  • Aluminumisolierdecken
  • Erste Hilfe Set
  • 3 Flaschen à 1.5 Liter Wasser
  • Taschenlampe
  • Notnahrung
  • Fernglas mit eingebautem Kompass
  • Brille
  • Kartenspiel & ein Buch zur Unterhaltung

Im Notfall, sind folgende Sachen ebenfalls mit an Bord der Rettungsinsel zu nehmen. Die meisten dieser Sachen werden um den Kartentisch bzw. direkt am Niedergang angebracht & sind somit griffbereit:

  • Epirb
  • Handfunkgerät
  • Mobiles GPS
  • Satellitentelefon
  • Uhr (UTC)
  • Handpeilkompass
  • Koffer mit Signalmitteln
  • Handscheinwerfer
  • Pässe, Schiffspapiere
  • Sextant, Tabelle, Seekarte

Rettungswesten inkl. MOB AIS Notsender tragen wir beim Einstieg in die Rettungsinsel an Mann.

Wir testeten die Reaktion von selbstauflasbaren Rettungswesten. Es ist schon ein beruhigendes Gefühl zu erleben, wie schnell du in die ohnmachtssichere Position gedreht wirst.

Ausserdem hatten wir die Möglichkeit, einen relativ neuen Ausrüstungsgegenstand, den Jon Buoy, zu testen. Michael und Morten von der Yacht Redaktion werden dazu in Kürze einen Artikel veröffentlichen. Der Jon Buoy vereint die Signalboje, den Rettungsring und bietet dem Überbord Gegangenen eine Möglichkeit, etwas sicherer und trockener auf seine Rettung zu warten. Voraussetzung, er ist noch bei Bewusstsein und kann selber in den Jon Buoy einsteigen. Dies geht relativ einfach, auch mit aufgeblasener Rettungsweste. Mittels der Bergeschlaufe, die am Jon Buoy befestigt ist, kann die Person anschliessend aus dem Wasser gewinscht werden.

Hacko im Jon Buoy

Wir hatten uns bereits auf der Boot für den Jon Buoy entschieden. Die Anschaffungskosten sind zwar recht hoch, aber nach dem Testing sind wir überzeugt, dass es eine sinnvolle Investition war.

Modul 2 – Brandbekämpfung

Pulver-, Schaum-, CO2 Löscher oder Löschdecke? Wir haben alle vier Varianten ausgiebig getestet. Obwohl Pulver im Schiff kaum zum Einsatz kommen wird, aufgrund der nachhaltigen Zerstörung, die das Pulver anrichtet.

Mit dem CO2 Löscher können v.a. Flüssigkeitsbrände und bedingt Gasbrände gelöscht werden. Aber auch Kabelbrände (die häufigste Brandursache auf Schiffen) sind damit löschbar. Brennen feste Gegenstände wird der Schaumlöscher verwendet. In der Pantry verwendet man am besten den Topfdeckel zum Löschen von brennenden Ölen. Wenn mehr als der Topfinhalt brennt, dann kommt die Löschdecke zum Einsatz (vorsichtig, dabei Töpfe, Pannen nicht runterreissen!!).

Die Praxis zeigte, dass es wichtig ist flächig das gesamte Feuer zu löschen und den Löscher nicht nur auf einen Punkt zu halten.

Die Löschdecke hat mittlerweile etwas an Bedeutung verloren. Die Gefahr der Eigenverbrennung ist damit sehr hoch. Für Fette, Öle im Pantry Bereich gibt es mittlerweile spezielle Löscher (Klasse F). Für Personenbrände wird der Schaumlöscher verwendet, CO2 funktioniert auch bedingt. Die Gefahr der erneuten Entflammung ist allerdings gegeben.

Modul 3 – Pyrotechnik im Einsatz

Nach kurzer Einweisung in die Handhabung und Wirkung der unterschiedlichen Seenotsignalmittel durfte jeder Teilnehmer eine Handfackel zünden. Handfackeln können tags- und nachts angewendet werden – machen jedoch nur Sinn, wenn Sichtkontakt z.Bsp. zu einem anderen Schiff besteht. Fallschirmraketen werden im Notfall auch auf Verdacht, dass ein anderes Schiff in der Nähe ist, tagsüber oder nachts abgeschossen. Die Steighöhe beträgt mind. 300 Meter.

Anschliessend haben wir einen Rauchtopf aktiviert. Dies macht wiederum nur tagsüber Sinn. Im Falle eines Helikoptereinsatzes kann dies dem Piloten helfen: er sieht sofort, woher der Wind kommt.

Wir haben ausserdem Wasserfärber an Bord. Hacko, der sich vor vielen Jahren in einer Seenot Situation befunden hat, schwört darauf. Er konnte eigens miterleben, dass ein befreundeter Surfer im Wasser nahezu unauffindbar war – trotz bunter Segel war er weder vom Seenot Rettungskreuzer noch vom Helikopter aus zu sehen. Zum Glück wurde er letztendlich gefunden, aber hätte er damals Wasserfärber an Mann gehabt, wäre es erheblich einfacher gewesen (und sicherer).

Zu guter Letzt

Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit, die Rettungskapseln der Falck Safety Services zu besichtigen. Beeindruckend !!!

Rettungskapsel Hatecke

Wir empfanden das Offshore-Intensiv-Training als äusserst sinnvoll & sind froh, dass wir dafür den weiten Weg & die Kosten auf uns genommen haben.

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Unsere Route durch Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿⛵️🌦️ Zunächs Unsere Route durch Schottland 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿⛵️🌦️

Zunächst ein Blick zurück, auf unsere ersten Tage in den inneren Hebriden: Wir trotzten dem typisch schottischen Wechselwetter und erkundeten die Inseln Canna und Rum. Wir segelten durch den Sound of Sleat & die Meerenge Kyle Rhea, unter der Skye Bridge hindurch zur Isle of Skye. Und entlang der gewaltigen Kulisse der Red und Black Cuillins ging es weiter nach Portree.

Nachdem wir von den äußeren Hebriden Kurs Richtung Festland nahmen war noch überhaupt nicht klar, wohin uns unsere weitere Reise führt. Also klar, wir hatten ein Ziel: die Isle of Mull, aber Wind und Welle meinten, wir sollten erstmal nach Norden abdrehen. Also entschieden wir zunächst zwei der Small Isles zu besuchen, landeten auf Canna & anschließend auf Rum. Von hieraus führt uns nun unser Weg weiter nach Nord. Wir werden einige Zeit durch die Highlands bummeln bevor wir wohl wieder nach Süd, Richtung Fort William und Kaledonischer Kanal segeln. Zu den Orkney und Shetland Inseln werden wir somit wohl nicht mehr segeln. Aber unser Motto ist ja schon seit langem: weniger ist oftmals mehr. Und in Schottland gibt es schließlich noch so viele Inseln zu erkunden.

Was sagt ihr zu unseren Plänen? Welche Route hättet ihr eingeschlagen?
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#routenplanung #sailingscotland #innerhebrides #sailinganixi #sailinghebrides
Unvergessliche Tage auf St. Kilda 🌅✨ Manchmal hör Unvergessliche Tage auf St. Kilda 🌅✨

Manchmal hören wir von einem Ort und wissen im selben Moment: Da MÜSSEN wir hin. Genau so ging es uns mit St. Kilda – und was sollen wir sagen? Es hat all unsere Vorstellungen übertroffen! 🥹

Zwei unvergessliche Tage lagen wir hier vor Anker, umgeben von spektakulärer Natur und einer einzigartigen Geschichte.

🪨 Die Giganten des Atlantiks: Schon die Fahrt vorbei an den riesigen Felsnadeln (Stacs) ließen uns staunen. Hier brütet die größte Basstölpel-Kolonie der Welt! Tausende Vögel kreisen in der Luft – ein unglaubliches Naturschauspiel.

🏠 Geschichte hautnah: Bei unserer Wanderung durch das verlassene Dorf auf Hirta läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken. Die letzten Bewohner verließen die Insel 1930 auf eigenen Wunsch, weil das raue Leben in der Isolation nicht mehr tragbar war. Heute ist St. Kilda eines von weltweit ganz wenigen doppelten UNESCO-Welterben (für Natur UND Kultur)!

🛖 Die mysteriösen Cleits: Überall auf der Insel – selbst auf den steilsten Hügeln und an den höchsten Klippen – stehen hunderte kleiner Trockenstein-Hütten, die sogenannten Cleits. Früher dienten sie als genial konstruierte Vorratsspeicher für Torf und Seevögel. Zu sehen, wie sie sich seit Jahrhunderten in die Landschaft fügen, ist faszinierend!

🐑 Urtümliche Inselbewohner: Überall streifen die berühmten Soay-Schafe frei herum. Diese Rasse lebt hier seit Jahrtausenden völlig unverändert.

🪶 Vogelparadies auf den Klippen: Auf unseren Wanderungen entlang der steilen Kanten konnten wir unzählige Eissturmvögel bei der Aufzucht ihrer Jungen beobachten. Wenn man an der Kante steht und hinabblickt, versteht man erst, wie magisch dieser Ort wirklich ist.

🦅 Abschied von St. Kilda: Beim Auslaufen sind wir direkt an der unbewohnten Nachbarinsel Dun vorbeigesegelt. Auf diesem kleinen Eiland beheimatet St. Kilda die größte Papageientaucher-Kolonie ganz Großbritanniens mit geschätzten 100.000 Brutpaaren! Schier unendlich viele Vögel stiegen über uns in den Himmel.

Zum Abschied schenkte uns St. Kilda noch ein magisches Abendlicht. Die Klippen leuchteten, während wir den Bug Richtung Südost richteten. 🌅✨
Mingulay: Am südlichen Ende der Äußeren Hebriden. Mingulay: Am südlichen Ende der Äußeren Hebriden. 📌⚓️

Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter! Wir haben die windstillen, sonnigen, schwellfreien Tage genutzt, um Mingulay zu besuchen. Eine kleine Insel, die heute vor allem aufgrund ihrer hohen Population an Seevögeln bekannt ist. Und bereits auf dem Wasser wurde die Dimension klar: Das Meer war stellenweise bedeckt von unzählig vielen Tordalken, Trottellummen und Papageitauchern.

Nach der Anlandung haben wir die Insel zu Fuß erkundet. Auf der Westseite ragen die Klippen fast senkrecht über 200 Meter aus dem Atlantik. Die Felswände waren komplett weiß besetzt von einer riesigen Kolonie von Dreizehenmöwen – der Lärm und die schiere Masse der Vögel waren wahnsinnig beeindruckend.

Unser eigentlicher Grund für den Stopp und das absolute Highlight war jedoch die Papageitaucher-Kolonie im Grasland der Insel. Mehrere Stunden saßen wir mitten zwischen den Höhlen. Die Vögel flogen im Minutentakt vom Jagen direkt von der See zurück in ihre Kolonie. Und da gerade Aufzuchtzeit war, hatten die Altvögel die Schnäbel voll mit kleinen Sandaalen, um die Jungen in den Erdhöhlen zu füttern.

Mitten zwischen ihnen zu sitzen, das geschäftige Treiben zu beobachten, während das Abendlicht alles golden gefärbt hat – das war pure Magie.

#SailingAnixi #Hebrides #OuterHebrides #sailingscotland #puffins
Sandray und Pabbay - zwei unbewohnte Inseln südlic Sandray und Pabbay - zwei unbewohnte Inseln südlich von Barra ⛵️✨

Vor den strahlend weißen Sandstränden fiel der Anker auf perfektem Grund, und dann hieß es: ab ins Dinghi und Neues entdecken! Wir sind über gigantische Sanddünen gewandert, haben uns den Weg durch blühende Wiesen gebahnt und standen schließlich auf den einsamen Gipfeln mit einem endlosen Blick über den Atlantik. Sogar die 40 nm entfernte Isle of Skye, Rum, Canna & weitere der inneren Hebriden waren am Horizont sichtbar.

Unterwegs haben wir die wohl coolsten Inselbewohner überhaupt getroffen: Schafe mit waschechten Rastalocken! 🐑😎 Da diese urigen Rassen hier völlig frei den Sommer verbringen, verlieren sie ihre Wolle ganz natürlich, wodurch im Wind und Salz diese genialen Dreadlocks entstehen. Ein absolut herrlicher Anblick!

Neben der wilden Natur hat uns vor allem die Geschichte tief berührt. Auf Pabbay läuft man durch die Ruinen des alten Dorfes, das 1911 endgültig verlassen wurde. Mittendrin: Der mystische „Pabbay Stone“ – ein piktischer Symbolstein aus dem 6./7. Jahrhundert, auf dem man immer noch die eingemeißelte Blume, die Mondsichel und das spätere christliche Kreuz erkennen kann.

Jetzt sitzen wir wieder an Bord, lassen den Blick über die Landschaft schweifen und genießen diesen magischen Ankerplatz. Nächster Stopp: Mingulay!

#SailingAnixi #Hebrides #OuterHebrides #sailingscotland #rastasheep
Darrynane Harbour, Cahersiveen, Beginish Island, I Darrynane Harbour, Cahersiveen, Beginish Island, Inishmore … dies sind nur einige unserer Ankerplätze der vergangenen Tage. Die Landschaft erinnert uns sehr an die Falkland Inseln. Nur die Pinguine fehlen an den weißen Sränden. Wir besuchen mehrere uralte Festungen wie Cahergal und Leacanabuaile. Staunen über die Bauweise dieser Forts sowie die krasse Lage von Dún Aonghasa, welches vor vielen tausend Jahren direkt an den Steilklippen auf Inishmore erbaut wurde.
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#irland #westcoastireland #sailingireland #exploringireland🍀
Unser Plotter hat den Geist aufgegeben 🤯 Warum wi Unser Plotter hat den Geist aufgegeben 🤯

Warum wir ungern ohne funktionierenden Plotter weiter über den Nordatlantik segeln wollten, und wieso wir es dennoch machen (können) 👀
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#seenebel #nordatlantik #chartplotter #radar #opencpn
Ilha de São Jorge – die Dracheninsel, die Insel de Ilha de São Jorge – die Dracheninsel, die Insel der Fajãs & die Insel des Käses! 🐉🧀

Anixi lag sicher in Velas, während wir die 54 km lange, 7 km schmale Insel erkunden wollten. Ein kleiner Mietwagen-Fail entpuppte sich als Glücksgriff: Spontan ging es mit den Kanadiern Marilynn & Mark auf Roadtrip! 🚗✨

Unsere Highlights auf São Jorge:

🌋 Die Landschaft: Wie ein grüner Urzeit-Drache steigt die Insel aus dem Atlantik. Die Fahrt entlang der Vulkankegel und der Blick die Steilküsten hinab auf die Fajãs ist magisch.

🌊 Die Fajãs: Über 50 dieser Küstenebenen gibt es auf São Jorge. Highlight: Die atemberaubenden Lavabecken Simão Dias in der Fajã do Ouvidor.

🧀 Käse & Süßes: Den berühmten, würzigen Käse aus Topo durften wir dank Luis später auf Terceira testen. Und die traditionellen „Espécies de São Jorge“ sind ein absolutes Muss, wenn ihr Süßes liebt wie wir.

👑 Kultur: In Velas durften wir die Festas do Divinho Espírito Santo miterleben. Dank Carisa haben wir tiefen Einblick in die Bedeutung, die Symbole und den Ablauf des Festes bekommen. Ein Fest der absoluten Nächstenliebe.

Die Azoren berühren uns immer wieder mit ihrer Landschaft und der Herzlichkeit ihrer Menschen!

Die Bilder:
- Velas Marina
- Velas Flughafen & Pico im Hintergrund
- Marilynn & Mark
- Bergrücken, Vulkane
- Steilküste und Küstenebenen
- Fajã do Ouvidor
- Piscinas Naturais „Simão Dias“
- Topo, Ilhéu do Topo
- Luis mit Topo Käse
- Espécies de São Jorge
- Carisa & ihre Tochter, Festa do Divino Espírito Santo
- Milch vom Landwirt
- Und einfach so …

#saojorge #azoren #azores #sailinganixi #visitazores
Ilha do Pico - Vulkan & Wein Für die Ilha do Pico Ilha do Pico - Vulkan & Wein

Für die Ilha do Pico braucht man eigentlich deutlich mehr Zeit als wie wir uns dieses Mal genommen haben. Trotzdem haben wir einen Tag in einer aussergewöhnlich vielseitigen Landschaft genossen.

Da es auf der zweitgrössten Azoren Insel nur eine leidlich geschützte Marina an der Südküste gibt entschieden wir, mit der Fähre von Horta nach Madalena überzusetzen, und die Insel für einen Tag mit dem Mietwagen zu erkunden. 

Pico, benannt nach dem 2351 m hohen Vulkan, ist mit einem Alter von etwa 250.000 Jahren die jüngste Azoreninsel. Die Küstenlandschaft ist geprägt von schwarzen Lavaströmen und Lavapools. Im Sommer und bei weniger Welle muss es hervorragend sein, entlang der Felsformationen in den geschützten Becken zu schnorcheln. Maske und Schnorchel hatten wir dabei, aber aufgrund der Wetterbedingungen und der wenigen Zeit haben wir die Pools nur von Land aus bestaunt.

Pico und das gesamte Hochland zeigte sich tagsüber dick in Wolken verhüllt. Trotzdem fuhren wir hinauf, um eine der uns empfohlenen Höhlen zu besuchen. Definitiv ein Highlight. Dass ein Lavastrom diese Höhle geformt hat ist eindeutig ersichtlich. Mit Taschenlampe ausgerüstet stiegen wir relativ weit hinein & staunten über die Formationen und Farben.

Am Abend, wir waren bereits an der Südküste, befand sich nur noch der Gipfel Picos in den Wolken. Wir fuhren also spontan noch einmal hinauf & auch wenn sich die Wolken hartnäckig hielten so wurden wir doch belohnt mit dem Grün des Hochlandes & einer Fahrt durch eine faszinierende Landschaft.

Die Fahrt durch die Weinfelder & die kleinen traditionellen Dörfer rundeten unsere Inseltour perfekt ab.

- Ankunft in Madalena
- Piscinas Naturais
- Küstenlandschaft
- Lajes
- Marina in Lajes
- Höhle Furna de Frei Matias
- Pico
- Hochland
- Traditionelle Dörfer
- Weinanbaugebiet Criação Velha
- Moinho do Frade

#pico #ilhadopico #ilhadopicoaçores #exploringaçores
Unsere zwei Wochen in Horta, auf der Ilha do Faial Unsere zwei Wochen in Horta, auf der Ilha do Faial, haben uns wieder einmal gezeigt, was das Reisen ausmacht. Wir geniessen hier nicht nur die Zeit in der fantastischen Natur, sondern lernen auch einiges über die Geschichte, die Kultur und verbringen allem voran eine wunderschöne & interessante Zeit mit ganz verschiedenen Menschen.

Hier nur einige unserer Highlights:

Marina da Horta - in der wir für zwei Wochen an einem Schwimmsteg lagen, und wo wir interessante Menschen wie unter anderem Harry mit seinem Business, Susanne mit ihrer Nehaj, sowie Gary und Kirsten auf ihrer Wandering Albatross kennenlernen durften

Festa das Angustias - die erste Festa des Jahres, auf der zum ersten Mal mit Annette zusammenkamen, mit der wir während der kommenden Tage viele weitere wunderschöne Stunden verbrachten & von welcher wir unendlich viele Infos über die Azoren erhielten

Die verschiedenen Buchten, Hügel, Praias und die Natur rund um Horta - wo wir auch Norberto, den wohl berühmtesten Taucher Hortas kennenlernten

Hortas gepflasterte Wege entlang der Hafenmauer, an der wir uns so wie es Brauch ist, natürlich auch verewigten

Peters Cafe - ein traditionsreicher Ort, in dem wir mehrere Gin Tonic mit Philipp und Kai genossen & auf dem TO Stander unsere Spuren hinterliessen

Pico - der höchste Gipfel Portugals - dessen Anblick sich ständig ändert, und den wir sogar noch mit schneebedecktem Gipfel erlebten

Poça da Rainha - unsere ersten von vielen weiteren Lavapools, die sich überall an den Küsten der Azoreninsel befinden

Die Caldeira do Faial, an deren Rand wir an einem der wolkenverhangenen Tage entlang wanderten

Von Faial ging es mit der Fähre für einen Tag auf Pico, und anschließend segelten wir schon weiter auf die Ilha São Jorge. Zwei weitere faszinierende Inseln der Grupo Central. Aber mehr dazu im nächsten Beitrag.
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#horta #sailingaçores #ilhadofaial #ilhadofaialaçores
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